Zed Blade

Operation Ragnarok

作戦名ラグナロク

  • NMK

  • 1994

  • Shoot'em Up

  • MVS

  • 110 Megs

  • 1-2 Players

Mit Zed Blade hat NMK dem Shoot’em Up Genre zwar kein besonderes Highlight beschert aber immerhin einen actionreichen Vertreter der horizontalen Art abgeliefert. ZB kann dabei sogar mit einem zumindest auf dem NeoGeo einzigartigen Feature aufwarten: vor Beginn des Spiels können aus drei verschiedenen PilotInnen (Auswahl der Geschwindigkeit, sogar unterschiedliche Raumschiff Sprites) und jeweils aus drei verschiedenen Alternativen die drei verschiedenen Waffensysteme (Shot, Missile, Rear-Shot: guter Durchschnitt) des Schiffs bestückt werden; beide SpielerInnen können glücklicherweise auch die gleichen Waffensysteme wählen.

Geht es dann los gibt es in Form der Grafik aber schon die erste Enttäuschung, da die Hintergründe nicht sonderlich detailliert sind. Zumindest bieten alle Stages noch einige Parallax-Ebenen und schnelles Scrolling, besonders schön sind aber nur die am unteren Bildschirmrand scrollenden kleinen Asteroiden im vorletzen Level. Schön ist auch, das nach diesem Asteroiden-Level die eigenen Raumschiffe in das gegnerische Mutterschiff eindringen (wahrscheinlich die grafisch schönste Sequenz). Die zahlreichen gegnerischen Sprites, die teilweise nicht schlecht aussehen und sich durch ihr Morph-Feature von den bei Shootern üblichen unterscheiden, insgesamt aber auch nur dutzendware sind wie auch die Endgegner wirken dagegen allesamt irgendwie uninspiriert.

Vom Spielprinzip her hat Zed Blade (leider)nichts zu tun mit perfekt designten Shoot’em Ups, ballern pur ist hier angesagt (was ja auch manchmal, vor allem zu zweit, Spass machen kann). Wirklich nervig finde ich zu allem überfluss auch noch die Musik, die (ähnlich dem SNES-Shooter Biometal) billigsten Euro-Dance-Sound bietet und einfach nur schlecht und wenig abwechslungsreich ist und überhaupt nicht zum Spielgeschehen passt. Insgesamt ist Zed Blade ein nur teilweise spassiges Spiel, aber es hätte weitaus mehr daraus gemacht werden können.

LFO