Voltage Fighter: Gowcaizer

Chōjin Gakuen Gōkaizā

超人学園ゴウカイザー

  • Technos

  • 1995

  • Beat'em Up

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 186 Megs

  • 1-2 Players

Die Produktionsschmiede Technos zeigt mit VF eindeutig, was passiert, wenn man extrem gute Ideen hat, aber niemanden der im Stande ist diese praktisch umzusetzen. Wo im Intro noch eifrig mit kochender Action geprotzt wird, bekommt man im eigentlichen Spiel die bekannte kalte Dusche… bunte, seltsam gekleidete Menschen und Roboter stehen zur Wahl und bieten dem geneigten Spieler ihre Dienste an, im Kampf um die was weiss ich… entschuldigt meine gelangweilte Art, aber wer die Kämpfer erstmal mit eigenen Augen gesehen hat, wird mich verstehen.

Technos hat sich echt die grösste Mühe gegeben, den Charakteren auch noch das letzte bisschen Charme zu nehmen. Wirkt ein Recke in irgend einer Weise doch noch anziehend auf den Spieler, wartet dieser plötzlich im Kampf mit lächerlichen Animationen oder den ödesten Specials seit Yi Air Kung-Fu auf… Man kann jedoch nicht nur schlechtes über VF berichten… immerhin bietet das Spiel einen Zoom-Modus, das wird immer gern gesehen.

Das absolute Feature des Games überhaupt ist aber die Möglichkeit, sich nach dem Sieg über den Gegner, einen (vorbestimmten) Special-Move aus dessen Arsenal anzueigenen. Diese Idee ist so gut, dass man weinen könnte… wurde sie doch in dem Wurst-Prügler überhaupt, Voltage Fighter, verwendet… das ist, als würde man Fight-Fever mit Internet-Multiplayer-Modus ausliefern… Kein Feature der Welt, könnte mich dazu bewegen, mich seriös mit diesem Titel zu beschäftigen… leider.

Wer unbedingt Nachschub braucht und älteren Modulen/CDs eine Chance geben will, besorgt sich Double Dragon, Waku Waku 7 oder Breakers. Die sind technisch in der gleichen Klasse (oder drüber), haben aber wesentlich mehr Charme als VF. Ach, ja… das ganze basiert auf einer Japano-Anime-Serie… Fans dieser Serie können sich das Modul/die CD als Sammlerstück unbesorgt ins Regal stellen, solange sich kein Neo Geo in greifbarer Nähe befindet…

KGenjuro | Torsten