V-Liner

  • Brezzasoft

  • 2001

  • Puzzle

  • MVS

  • 54 Megs

  • 1-2 Players

Mit einem Giga-Power-Bildschirm und der bekannten Neo-Geo-Eingangsmelodie begrüßt dich V-Liner. Soweit so gut. Alles was danach kommt, ist auf dem MVS alles andere als Alltag, denn das Modul ist das Herzstück eines waschechten Glücksspielautomaten. Ohne Geld läuft nichts. Aus diesem Grund besitzt die Cartridge vorn eine zehnpolige Buchse, über die man sie an die Münzautomatik koppelt. Auch in das „Operator’s Menu“ kommt man mit Hilfe dieser Schnittstelle. Im Menu kannst du dir ansehen, mit welchen Gemeinheiten einen die Automatenaufsteller gewöhnlich quälen: Zum Beispiel die Wahrscheinlichkeit den Jackpot zu knacken, darf der Besitzer im Bereich von 100:1 bis 400:1 festlegen. Womit wir bei einer weiteren Besonderheit des Moduls wären: Es verfügt über eine Batterie, mit deren Hilfe die getätigten Einstellungen sowie die aktuelle Punktzahl beziehungsweise Geldmenge gespeichert werden.

Doch zum Spiel selbst: Das beschränkt sich auf die Funktionen, die gängige Geldspielgeräte bieten. Vielleicht sogar ein bisschen mehr als das. Das Hauptspiel besteht aus fünf Spalten, die auf drei Zeilen Symbole anzeigen. Mit dem B-Knopf legst du deinen Einsatz fest, das heißt, um wie viel Geld du in der kommenden Runde spielen willst. Mit „D“ setzt du die fünf Symbol-Walzen in Gang. Mit einem weiteren Druck auf „D“ hältst du sie wieder an und musst hoffen, dass möglichst viele gleiche Bilder in einer Reihe landen. Es gibt genau festgelegte Punktgewinne, die du dir vorher mit der A-Taste anzeigen lassen kannst. Interessanter Weise gelten nicht nur horizontale Reihen, sondern es werden auch gleiche Symbole in der Diagonale akzeptiert. Wo du abkassiert hast, zeigt das Programm mit einer entsprechenden Linie durch die jeweilige Gewinnreihe an, sobald die Walzen stillstehen. Jetzt hast du die Chance, deine Punkte zu vervielfachen. Mit „C“ kommt man nämlich in eine Ausspielung. Weicheier dürfen den Gewinn auch direkt ohne Ausspielung mit „D“ auf dem Habenkonto verbuchen.

In der Ausspielung zieht der Computer Karten im Wert von 1 bis 15. Der Spieler muss tippen, ob eine Karte über Acht (Big) oder bis Sechs (Small) kommt. Getippt wird wie bei Geldspielgeräten Gusto durch Knopfdruck im richtigen Moment. Die Anzeige bleibt danach auf Big oder Small stehen. Bei Sieben gewinnt automatisch der Spieler. Seinen Gewinn kann man in diesem Spielabschnitt fünf Mal vervielfachen. Das Maximum liegt beim 50fachen des Ursprungswertes. Aufhören darfst du jederzeit mit Druck auf „D“.

Wer möchte, darf im Hauptspiel die fünf Walzen einzeln stoppen. Das geht mit „A“, „B“, „C“ sowie Links und Rechts. Und wer weiß, vielleicht schaffst du es ja mit drei Bonussymbolen in das Bonusspiel zu kommen? Dort musst du die Walzen nacheinander stoppen. Bleibt ein Multiplikatorsymbol stehen, kommt die nächste Reihe, bleibt „Game Over“ stehen, endet das Bonusspiel. Möglichkeiten Punkte zu gewinnen und erst Recht sie zu verlieren, gibt es also reichlich. Wirklich spannend und abwechslungsreich ist das jedoch alles nicht. Daran ändern auch die drei wählbaren Grafiksets (Normal, Schachfiguren, Vögel) nichts. Vielleicht könnte man der Langeweile durch den Einsatz von echtem Geld Einhalt gebieten? Ich weiß es nicht. V-Liner präsentiert sich jedenfalls ebenso ungewöhnlich wie einschläfernd. Zumindest ein einmaliges und seltenes Stück für die Sammlung stellt das 2001 veröffentlichte Spiel von Dyna und BezzaSoft (Herausgeber des Crystal Systems, beteiligt an KOF 2001 sowie Rage of the Dragons) da.

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