SVC Chaos: SNK vs. Capcom

Esu Enu Kei Bāsasu Kapukon Esbuishī Kaosu

エス・エヌ・ケイ バーサス カプコン エスブイシー カオス

  • SNK Playmore

  • 2003

  • Beat

  • NGH / AES | MVS

  • 708

  • 1-2 Players

Das wurde auch Zeit! Bis auf die Pocket-Ableger „The Match of the Millenium“ und „Card Fighter’s Clash“ hat SNK noch nichts aus dem großen Lizenztausch mit Capcom gemacht. Während der Dauerkonkurrent bereits durch mehrere „Capcom vs. SNK“-Prügeleien glänzte, schien das SNK-Pendant in den Tiefen der Firmenpleite Ende 2001 verschwunden. Doch überraschend reaktiviert Playmore den Titel und liefert einen erfrischenden Schlagabtausch der Helden beider Entwicklerlegenden.

18 Kämpfer stehen sich auf beiden Seiten gegenüber. Von Kyo bis Ryo sind viele bekannte Charaktere mit im Boot – Mai, Earthquake, Kim, Iori, Ken, Chun-Li, Dhalsim oder Mister Bison, um noch ein paar zu nennen. Zwölf der Helden lassen sich erst per Cheat beziehungsweise Unibios wählen. Als geheime Kämpfer winken nicht nur ein Marsianer aus Metal Slug oder Geese Howard aus Fatal Fury, sondern auch Zero aus Mega Man oder Demitri Maximoff aus Darkstalkers. Für Serienkenner ist SVC Chaos also in jedem Fall ein Fest. Als Endgegner fungieren Shin Mr. Karate (Art of Fighting) oder Shin Akuma (Street Fighter). Danach folgt entweder Athena (Psycho Soldier, KOF) in einer Himmel-Stage oder der Red Arremer (Ghosts n‘ Goblins, Demon’s Crest) in der Höllenstage. Himmel und Hölle: Ein kleiner Wink in Richtung Capcom.

SVC Chaos hebt sich wohltuend aus dem Playmore-Recycling hervor. Die Japaner zeichneten tatsächlich mal ein paar Sprites neu. SNK-Freunde haben zum ersten Mal die Möglichkeit, auch Capcom-Figuren am Neo Geo zu spielen. Das wirkt nach jahrelangen „King of Fighters“-Aufgüssen fast wie Urlaub. Für die Hintergründe und Animationen rissen sich die Entwickler allerdings kein Bein aus. Manche sind hübsch, andere wirken öde. Die Super-Leiste füllt sich schnell, der Spieler hat somit oft die Möglichkeit Super-Schläge anzubringen. Schön und spektakulär. Dass rollen und rennen nicht möglich ist, dürfte KOF-Veteranen allerdings ein wenig verunsichern. Das größte Manko des Spiels ist sicherlich, dass die Charaktere nicht hundertprozentig aufeinander abgestimmt sind. Die zu starken Bosscharaktere fügen sich einfach schlecht in die Kämpferriege. Anfänger stört das zwar nicht weiter, SNK-Haudrauf-Festischisten schwören aber weiter auf Garou, KOF oder Samurai Shodown 4.

Für das MVS existieren übrigens zwei Varianten des Spiels. Um es Raubkopierern etwas schwerer zu machen, lieferte Playmore das Spiel zunächst als ohne Grundboard lauffähige Jamma-Version. Das reine MVS-Modul erschien erst mit einigen Monaten Verspätung. Der Xbox-Version spendierte Playmore nicht nur die obligatorischen Pad-Vibrationen, sondern auch einen Survival-Modus, eine Galerie mit freispielbaren Bildern, einen Kostümeditor, speicherbare Wiederholungen und Online-Kämpfe über Xbox-Live.

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