SNK vs. Capcom: Card Fighters Clash

激突 カードファイターズ

  • SNK

  • 1999

  • Puzzle

  • Neo Geo Pocket Color

  • 16 Megs

  • 2 Players - Link

Das erste gemeinsame Produkt der beiden Arcade-Rivalen SNK (NeoGeo) und Capcom (Street Fighter, VS-Serie…) ist die digitale Version des nur in Japan erschienenen SNK vs CAPCOM Kartenspiels. In der NeoPocket Variante übernehmt ihr die Rolle eines Jungen (Beginner) oder eines Mädchens (Fortgeschrittene) und zieht mit eurem Kartendeck von Spielstätte zu Spielstätte um andere Kids im Kartenspielen zu besiegen und daraufhin euer Deck um die ein oder andere neue Karte zu erweitern. Zwei verschiede Arten von Karten gibt es. Einmal die sogenannte Character-Cards, Karten mit der Abbildung eines SNK oder CAPCOM Recken und Action-Cards, sogenannte Ereigniskarten. Die Character-Cards sind die eigentlichen Spielkarten. Sie werden der Reihe nach ausgelegt (maximal eine pro Runde) und mit ihnen kann der Gegenspieler angegriffen werden. Die Angriffsstärke einer Karten entspricht ihren Battle Points (sind auf der Karte vermerkt).

Greift ihr z.B. mit Hon Fu an, der 300 Battle Points hat, zieht dieser immer 300 ab. Bei einem Angriff hat der Gegner die Wahl, diesen zu counter oder er verzichtet auf einen Counter, um seine Karten zu schützen. Nicht gecounterte Angriffe schaden dem Spieler selbst und nagen an dessen Lebensenergie. Hat ein Spieler keine HP (Health Points) mehr, ist er besiegt. Die Karten dienen also zum verteidigen des Spielers. Pro Spieler können maximal drei Karten auf dem Tisch liegen und es ist ohne weiteres möglich mit allen drei Karten anzugreifen. Der Spieler muss also versuchen in einem Spielzug die verteidigenden Karten des Gegners auszuschalten um dann noch mit ein oder mehreren angreifenden Karten dem Gegner selbst Energie abzuziehen. Beispiel: ihr habt einen Hon Fu (300 Battle Points) und einen Genjuro (700 BPs) auf dem Tisch liegen. Der Gegner hat einen Heidern (600 BPs) auf dem Tisch. Greift ihr nun mit beiden Karten an, wird euer Gegner Heidern als Counter auf Genjuro ansetzen, da dieser die höchsten BPs hat. Genjuro zieht daraufhin Heidern seine 600 BPs ab und besiegt ihn. Als nächstes greift Hon Fu an und da keine Karte mehr als Verteidiger da ist, zielen seine 300 BPs sofort auf den Spieler.

Interessant wird es aber erst durch die Ereigniskarten. Mit ihrer Hilfe können BPs erhöht, gegnerische Decks neu gemischt oder neue Karten gezogen werden. Hier gibt es unzählige Ereignisse. Auch Character-Cards haben teilweise eigene Abilitys. So ermöglicht euch Galford beispielsweise das neuziehen einer Karte, nach dessen Einsatz. Gaira z.B. reisst alle sich auf dem Tisch befindlichen Karten durch einen Schrei aus deren Recovery-Pause, die entsteht, wenn eine Karte gerade angegriffen hat oder eben erst ausgelegt wurde. Zum benutzen der Ereigniskarten benötigt ihr sogenannte SP (Soul Points), die ihr bekommt, wenn ihr eine normale Charakter-Karte ausspielt (von Karte zu Karte unterschiedlich). Mit jeweils 5 SPs könnt ihr sogar mehrere Karten in einem Zug angreifen lassen (eine ‚Unite-Attack‘), wobei ihr jeweils 5 SPs pro Karte benötigt (10 = 2, 15 = 3 usw.). Das beste Feature aber sind die Back-Ups. Jeder Charakter hat zwei oder mehrere Back-Up-Chars, die ihn, wie der Name schon sagt, stärken können. Habt ihr beispielsweise einen Heidern ausgelegt und habt noch einen Clark, einen Ralf oder eine Leona auf der Hand, könnt ihr eine dieser Karten als Back-Up auf Heidern anwenden. Diese Karten liegen daraufhin übereinander und ihre BPs werden bei einem Angriff oder einem Counter addiert. Witzig: einige Karten haben bei den Back-Info’s ein oder mehrere Fragezeichen. Diese bedeuteten, dass hier ein Company-übergreifender Back-Up stattfinden kann! Im Falle eines SNK-Charakters gibt es also die Möglichkeit ein Back-Up mit einem Capcom-Char zu vollziehen! Welche Karten hier harmonieren, erfahrt ihr nur durch ausprobieren.

Im Optionsmenü könnt ihr vor jedem Match euer Deck zusammenstellen, wobei jedes Deck (ihr könnt bis zu fünf Decks verwalten) aus 50 Karten bestehen muss. Zu Beginn eines jeden Matchs wird euer Deck gemischt und ihr bekommt fünf zufällig gewählte Karten auf die Hand. Nur die Karten auf eurer Hand können im Spiel eingesetzt werden. Jeweils am Rundenanfang zieht ihr eine weitere Karte aus eurem Deck auf eure Hand hinzu. Zwischen den Spielen könnt ihr durch die City von Osaka pendeln und neue Herausforderer suchen, oder in Kartenshops seltene Karten erwerben. Eure überall umherstreunenden Kumpels geben euch ab und an Tipps. Habt ihr alle Spieler in einer Spielstätte erledigt, bekommt ihr vom Besitzer einen SC-Coin. Sechs an der Zahl gilt es zu ergattern, wobei der letzte im legendären CAPCOM Drome erspielt werden muss. 300 Karten gilt es zu sammeln und diese sehen wirklich alle sehr gut aus. Im Gegensatz zu Match of the Millenium bietet CF wirklich alle Charaktere, auch die der weniger bekannten Spiele wie etwa Buriki One oder Savage Reign. CF gibt es als SNK und als CAPCOM Edition. Je nachdem, welche Version ihr habt, erhaltet ihr öfter Karten der jeweiligen Company im Spiel. Fazit: Card Fighters Clash ist das ideale Pocket Game für Zuhause und unterwegs und kann ich jedem aufgrund der taktischen Möglichkeiten, ein Match zu bestreiten, wärmstens empfehlen.

Achtung: genau wie bei Last Blade und Faselei, sollte ihr darauf achten, ein Euro-Modul zu erwischen, da ansonsten auch auf Euro-Geräten alles in japanisch ist!

KGenjuro | Torsten