Prehistoric Isle 2

原始島2

  • Yumekobo

  • 1999

  • Shoot'em Up

  • MVS

  • 478 Megs

  • 1-2 Players

Neben einigen NeoPocket-Games haben YUMEKOBO auch diesen Shooter fürs Neo-Arcade-Gerät entwickelt. Wer sich schon immer mal gefragt hat, wann und auf welcher Konsole der erste Teil dieses Games erschien, dem sei gesagt: bei Prehistoric Isle handelt es sich, genau wie z.B. bei Street Smart & Ikari Warriors um Pre-NeoGeo, also auch Pre-MVS-Titel der Firma SNK. Es ist also nicht schlimm, wenn sich der ein oder andere nicht mehr and den ersten Teil erinnern kann… Der vorliegende Neo-Titel bietet reinrassige 2-D-Shooter-Action mit einigen sehr guten Featuren und tollen Gimmicks, allerdings auch mit heftigen Schwachstellen. Zu den letzteren zählt vor allem die Grafik, die fast durchweg gerendert und auf Grund farbarmer Darstellung etwas schwach wirkt. Gerade bei den Hintergründen hätte etwas mehr Farbe echt nicht geschadet. Sie wirken trist und grob.

Abwechslungsreich ist aber, dass einige Levelabschnitte mit einer FMV-Sequence eingeleitet werden, ala Pulstar, allerdings in Vollbild. Hier seht ihr euren Hubschrauber dann von hinten in das Level fliegen um dann in einem nahtlosen Übergang von euch gesteuert zu werden. Etwas farbarm aber witzig. Aber zum Spielablauf: Nach dem guten alten klassischen Shoot-Em-Up-Prinzip, fliegt ihr mit eurem schwerbewaffneten Hubschrauber in den eizelnen Leveln von links nach rechts und ballert dabei auf alles, was sich bewegt. Allerdings schiesst ihr nicht auf Flugzeuge oder Alien-Schiffe, nein, das Feuer wird gegen feuerspeiende (!) Dinosaurier eröffnet. Wie und warum die Viecher so abdrehen, weiss ich nicht.

Während ihr also so auf die Echsen ballert und fleissig versucht eine von zwei Extrawaffen-Arten aufzubauen, bekommt ihr noch die Möglichkeit Bonuspunkte in Form von kleinen Abzeichen aufzusammeln und hier und da einen um Hilfe schreienden Menschen mitzunehmen. Letzterer hängt nun unter eurem Hubschrauber und fliegt mit euch durch das Level, bis ihr getroffen werdet und er in den Tod stürzt. Schafft ihr es mit einer Horde Menschen unter dem Flugger&aumlt bis zu einem Rettungshubschrauber, müsst ihr diesen berühren und die geretteten so abliefern. Das bringt natürlich ordentlich Bonuspunkte.

Neben diesem sehr guten Feature gibt es noch eine weitere Abwechslung, das „Defend People“-Event. Erscheinen diese Worte auf dem Bildschirm, müsst ihr nun einigen Menschen am Boden solange Feuerschutz geben, bis diese endlich sicher im Rettungsgefährt angekommen sind. Eine willkommende Abwechslung im Baller-Alltag. Am Ende jeden Levels wartet dann ein grosser Endgegner auf euch. Hier müsst ihr dann eure aufgesparten Super-Bomben aufbrauchen und nochmal alles geben, was eure Kanone hergibt.

PI2 bietet eigentlich sehr viele Extras gegenüber anderen Genre-Vertretern, leidet aber, wie schon gesagt, zu sehr an der Grafik. Die Dinos sind zwar sehr gut animiert, haben aber viel zu wenig Farben und die vorhandenen sind teilweise echt grell. Hinzu kommt noch, das die einzelnen Saurierarten immer mit dem selben Schrei das Diesseits verlassen, was bei einem grossen Aufkommen manchmal echt nervig sein kann. Wer gerne mal ein abwechslungsreiches Shoot-Em-Up spielen möchte sollte sich PI2 auf jeden Fall einmal angucken, die Grafik ist aber echt daneben.

KGenjuro