Pop’N’Bounce

Gapporin

ガッポリン

  • Video System

  • 1997

  • Puzzle

  • MVS

  • 54 Megs

  • 1-2 Players

1997 hat Video System mit Pop’N’Bounce versucht, an den alten Breakout/Arkanoid Erfolg in den Arcades anzuknüpfen. Das einfache Spielprinzip und die Tatsache, dass es wohl auch einfach zu programmieren war, sorgte dafür, dass die C64 und Amiga’s in ihrer Blütezeit von Spielen dieses Typs wahrlich überflutet wurden. Und da gab es einiges an innovativen Features zu bestaunen, was ich bei P’N’B allerdings etwas vermisse. Zum Spielprinzip: mit einem ‚Schläger‘ versucht ihr einen Ball im Spielfeld zu halten um mit diesem die Blöcke über euch zu zerstören. Euer Bewegungsradius beschränkt sich auf stur links und rechts. Ziel des Spiels ist es, alle Blöcke zu entfernen und den Ball nicht ins ‚Aus‘ fliegen zu lassen. Bestimmte Blöcke müssen teilweise mehrmals getroffen werden, bevor sie endgültig verschwinden. Andere geben widerum Extras in Form von Kapseln aus, die ihr aufsammeln könnt um mit deren Hilfe euren ‚Schläger‘ zu vergrössern, ihn mit einem Lasergeschütz ausstatten oder euren Ball aufzupowern.

Neue Features hingegen sind die bei Puzzle Bobble entliehenen Elemente, wie z.B. die ‚Block Down‘ Option. Ist diese aktiviert, rutscht das gesamte Spielfeld in einem Interval immer mehr nach unten auf euch zu, bzw rücken einzelne Blöcke nach, wenn ihr einen Block unter ihnen zerstört habt. Überquert einer der Steine die durchgezogene Linie im unteren Drittel des Feldes, wird ein Boss-Battle aktiviert, in dem ihr den Obermotz in einem bestimmten Zeitlimit mehrmals mit dem Ball trefft. Auch die ab und zu im Feld umherliegenden Spezial-Steine, die bei Berührung mit dem Ball alle Steine in ihrer Farbe zerstören erinnern an Puzzle Bobble. Sehr gut ist der ‚Attack-Mode‘. Um ihn zu aktivieren müssen alle Buchstaben des Wortes ‚A-T-T-A-C-K‘ am oberen Bildschirmrand, durch Berührung mit dem Ball, aufleuchten. Daraufhin erstreckt sich euer Schläger über 4/5 des Feldes und ihr habt für kurze Zeit drei superschnelle Bälle, die meistens in kürzester Zeit das gesamte Feld abräumen.

Die insgesamt 16 Levels sind in vier Welten/Themen, wie z.B. Space oder Sea, aufgeteilt. Gesteuert wird P’N’B wahlweise über Stick oder über sogenannte Paddles, also Drehregler wie beim original Arkanoid Automaten. Dies kann im MVS-Menü eingestellt werden. Leider ist die Steuerung via Stick wirklich nicht das optimalste, weshalb ich die Paddles nur empfehlen kann. Im abschliessenden Fazit bleibt nur zu sagen, dass P’N’B eine solide Breakout-Variante darstellt, mehr aber auch nicht. Und die grafische Präsentation lässt auch stark zu wünschen übrig, weshalb Home-Arcade Junkies wohl lieber auf die gute alte Arkanoid Platine zurückgreifen.

KGenjuro