Ninja Combat

ニンジャコンバット

  • ADK

  • 1990

  • Brawler | Scrolling Beat'em Up

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 46 Megs

  • 1-2 Players

Das erste Spiel von ADK (damals noch Alpha) zeigt schon die grobe Richtung, in die die ADK Games (bis auf wenige Ausnahmen) auch leider in der Zukunft weiter gingen: Mittelmass bis Schrott. Ninja Combat sieht dabei wirklich so schlecht aus, das es sich noch mit Fight Fever und Succes Joe um die schlechteste Neo Geo Grafik streitet und ist eindeutig der Tiefpunkt aller ADK Titel. Die eigene Standard-Spielfigur hat eine sowas von merkwürdige Geh-Animation, dass ich mich Frage ob die damaligen ZeicherInnen jemals von so etwas wie einem Anatomie-Zeichenkurs gehört haben.

Vielleicht fanden sie es aber auch nur lustig (denn sie konnten es ja besser, siehe nächster Satz). Zum Glück ist es möglich, nach jedem Level den zuvor besiegten Mittelboss als eigenen Charakter zu wählen. Die sind nämlich ETWAS besser (nur anatomisch gesehen!), und auch die gegnerischen Sprites sind nicht so hässlich wie die eigenen und die Hintergründe sind für 1990 gerade noch ok. Das Hauptmanko ist aber die völlig verissene Spielbarkeit, da sich die eigene Figur viel zu langsam umdreht und Ihr deswegen andauernd in die falsche Richtung schiesst.

Neben dem Standard-Shuriken (kann durch zahlreiche andere Waffen zum Aufsammeln ersetzt werden, die das Treffen der GegnerInnen aber nur noch schwerer machen) gibt es eine Super-Attacke (A gedrückt halten), die aber ein Segment des Lebensbalkens wegnimmt. Insgesamt ist Ninja Combat echt der letzte Schrott, bei dem auf gar keinen Fall so etwas wie Spielspass aufkommt. Nur wenn ihr mal weinen wollt (weil es so einen Scheiss auf dem Neo gibt) gehört Ninja Combat zur allerersten Wahl.

LFO