Memory Card

Viele wissen es gar nicht, aber SNK und nicht Sony hat die Memory Card erfunden. Und das schon 1990 mit der Einführung der Neo Geo Heim-Hardware. Sie ist 2 Kb groß, bietet Platz für ca. 27 Spielstände und besitzt trotz ihres Alters noch ein Feature, das auch die neueren Systeme dieser Art nicht bieten können: der File-User Name. Mit diesem Punkt im Neo Geo Memory-Card Menü (Bei der Modulkonsole beim Starten A+B+C+D auf Controller 1 drücken) kann der Memory Card ein Name gegeben werden, der sie in den Bergen von Memory Cards bei all euren zahlreichen Freunden und Freundinnen mit Neo Geos vor Verwechslung bewahrt ;-). Das ist vielleicht nur Spielerei, aber so cool! Und genau deshalb gibt es diesen Menüpunkt, obwohl völlig sinnlos, auch noch beim Neo CD. Selbstverständlich können Daten auch angesehen, gelöscht und auf andere Karten kopiert werden. Alles der von SNK gegebene Standard, über den (bis auf das Sega VMS vielleicht) noch nicht hinausgegangen worden ist. Und nicht nur das. Die Memory Card bot damals sogar die Möglichkeit, die beiden Welten Arcade und Heim-Videospiel zu verbinden, indem bei original SNK-MVS Automaten ein Memory Card Slot vorhanden war und dort Spielstände von Zuhause geladen werden konnten oder umgekehrt Spielstände für Zuhause gespeichert werden konnten. Richtungsweisend (wie jetzt, 10 Jahre später, wieder beim VMS)! Da mit der Einführung des Neo Geo CD die Produktion der Memory Card (wie die des alten Sticks) eingestellt wurde sind diese Karten mittlerweile sehr begehrt und auch entsprechend teuer, allerdings sind sie bei einigen Spielen (z.B. View Point) unbedingt nötig. Deshalb: jeder Neo Modul UserIn sollte eine haben. P.S.: Die Memory Card soll nach einer Norm (JEIDA spec ver.3 oder höher) gefertigt sein, und JEDE dieser Norm entsprechende Speicherkarte soll im Neo verwendbar sein. Diese Angabe ist ohne Gewähr (aus Chris Mullins‘ NeoGeo FAQ).

– LFO