League Bowling

リーグボウリング

  • SNK

  • 1991

  • Sport

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 26 Megs

  • 1-2 Players

LB ist eigentlich der erste Titel, bei dem ich mir mit der Wertung nicht ganz im klaren bin. Einerseits schreckt einen die Grafik dermassen ab, dass es einem schon peinlich sein kann, dieses Game überhaupt anderen zu zeigen, auf der anderen Seite aber gibt es kaum eine handvoll guter Bowling-Simulationen im Konsolen/Arcade Bereich und schon deshalb ist LB für Bowling-Freunde und NeoGeo Besitzer ein Muss. Das mit 26 Megs zweitkleinste NeoGeo Modul ist mit einer Multiplayer-Funktion ausgestattet und erlaubt über Linkkabel zwei NeoGeos zu verbinden, um so Bowling-Matches mit bis zu acht Spielern zu bestreiten! Da kommt natürlich trotz grottenschlechter Grafik Freude auf. Aber auch ohne Linkkabel und ohne zweites Neo kann man LB schon zu viert spielen, also keine Angst vor teurem und seltenen Extra-Equipment.

Gespielt wird nach einer von drei Regeln, die ihr zu Beginn des Spiels auswählt: ‚Regular‘, ‚Flash‘ oder ‚Strike 90‘. ‚Regular‘ ist die gängige Bowling Variante, bei der jeder umgeworfene Pin (Kegel) Punkte bringt. Bei ‚Flash‘ müsst ihr versuchen, alle Pins abzuräumen und gleichzeitig auf die Bonuspunktzahl auf einer Laufleiste über der Bahn zu achten. Sind alle Pins weg, addiert sich der aufleuchtende Bonuswert zu eurer Score. ‚Strike 90‘ ist die simpelste Spielweise. Hier bekommt ihr für ein abgeräumtes Feld entweder 90 (ein Versuch) oder 60 (zwei Versuche) Punkte. Gelingt euch in einem der Modi ein Strike, sprich: ihr reisst alle Pins mit einem Versuch, werdet ihr mit zweifelhaften Bonus-Animationen belohnt. Diese reichen von einem Kuss des (auch zweifelhaft) schönen Bowlingmädels bis hin zu eigeblendeten (noch zweifelhafteren) Leinwand-Sequenzen. Die Spieloptionen beschränken sich, neben den drei anwählbaren Regeln, auf die Wahl des Gewichts der Bowlingkugel und mit welcher Hand ihr spielen wollt.

Im Spiel könnt ihr eure Figur am Bahnanfang nach links und rechts bewegen, um so die geeignete Wurfposition einzunehmen. Nebenbei müsst ihr im richtigen Moment mit der A-Taste den Drall auf einer sich hin- und herbewegenden Leiste bestätigen (sehr wichtig für einen Strike). Auf einer eingeblendeten, sich bewegenden Powerleiste bestimmt ihr dann mit einem weiteren Druck auf die A-Taste die Kraft eures Wurfes. Sehr witzig: das dann folgende ‚bangen‘ eures Spielers am oberen Bildschirmrand kann man sich in der Grafik gerade noch gefallen lassen. Am Ende eines Matches dürft ihr die Bowler dann auf dem Siegertreppchen bewundern. Somit wäre eigentlich schon alles zu dem Titel gesagt.

Fazit: hoher Multiplayer-Spielspass und eine absolute Null in Sachen Grafik und Aufmachung. Im Einspieler-Modus kommt dank fehlender CPU-Gegner schnell Langeweile auf.

KGenjuro | Torsten