The Last Blade 2

Bakumatsu Roman - Dai Ni Maku Gekka no Kenshi

幕末浪漫第二幕 月華の剣士

  • SNK

  • 1998

  • Beat'em Up

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 554 Megs

  • 1-2 Players

Neben Samurai Shodown ist Last Blade SNK’s zweite Fighter-Serie, bei der die Kontrahenten mit Waffen aufeinander losgehen. Wie schon der ersten Teil, präsentiert sich auch der Nachfolger mit wahrlich prachtvollen Grafiken. Kämpfer, Backgrounds und SpecialFX sind edel gestaltet und lassen in Sachen visueller Erscheinung keine Wünsche offen.

Die Supermoves wurden nochmal heftig aufgepeppt und sind nun im Ganzen etwas spektakulärer ausgefallen, wodurch ein Minuspunkt des ersten Teils erfolgreich ausgemerzt wurde. Die Animationen der Recken ist diesmal so enorm ausgefallen, dass Last Blade 2 in seiner Arcade/Modul Ur-Form nicht mehr auf dem NeoGeoCD zu realisieren war. Deswegen fehlen bei der CD-Version viele der Vorrunden- und Gewinn-Animationen oder sie wurden gekürzt.

Zu den altbekannten Charakteren aus Last Blade 1 gesellen sich der Ex-Endgegner Kagami, Shinsengumi Anführer Kojiroh, der weisshaarige Samurai Setsuna (brilliantes Design!) und eine junge Kenshi namens Hibiki (my favorite!). Im Zwei-Spieler-Modus der CD-Version kann zusätzlich Musashi aus dem ersten Teil angewählt werden.

Zur Hauptfigur Kaede: das Awaken-Feature (wir erinnern uns: Kaede konnte sich bei aufgeladener Powerleiste in einen blonden Europäer verwandeln) gibt es nicht mehr, er kämpft jetzt durchgehend als Blondie, allerdings könnt ihr Kaede in seiner ursprünglichen Form aus LB1, sowie den amtierende LB2 Boss Kouryu per Cheat anwählen. Einige der alten Charactere haben neue Moves spendiert bekommen und manche spielen sich gar völlig anders als beim Vorgänger, wie z.B. Lee Rekka.

Neben den bekannten ‚Power‘ (kraftvollere Attacken und einen Super Hidden Waza) und ‚Speed‘ (Chain-Combos) Modis, legte SNK diesmal mit dem ‚EX‘-Mode noch einen drauf. Dieser Modus vereint Power und Speed, bietet aber nur geringe Defensiv-Power. Ein weiteres aufgepepptes Feature des ersten Teils sind die ‚Sublime-Slashes‘. Hier könnt ihr einen Specialmove mit einem Supermove kombinieren, was beim zweiten Teil mit einen animierten Full-Screen-Effekt belohnt wird. Auch das ‚Repel‘-Feature, LB’s Markenzeichen hat es in den zweiten Teil geschafft. Diesmal könnt ihr sogar in der Luft die Attacke des Gegners durch betätigen des ‚D‘-Buttons countern.

Die Backgrounds wurden wiedermal mit viel Liebe zum Detail entworfen, erreichen aber, bis auf das brennende Dojo nicht ganz die Qualität des ersten Teils. Edel sind sie aber auf jeden Fall. Natürlich sind auch wieder Stage-Intros mit auf dem Modul (und der CD). Zur Spielbarkeit: wie auch der erste Teil lässt sich LB2 gut bis sehr gut spielen, wie man es eben von SNK-Produkten gewohnt ist und man hat zu keiner Zeit das Gefühl, nicht her der Lage zu sein.

Die Spielgeschwindigkeit ist dabei fast schon ein klein wenig zu hoch, was vor allem beim Match gegen die CPU, kombiniert mit der offensiven KI, teilweise etwas Hektik aufkommen lässt. Aproppos KI: was SNK da wieder mit dem Endgegner angestellt hat, grenzt wiedermal an Sadismus… Kouryu packt alles an Skillz aus, was er hat und schickt euch mit harten Specials, bombastischen Supermoves und einem stetigen Wechsel zwischen ‚Power‘ und ‚Speed‘ locker auf die Bretter… zum Glück gibt’s den Continue-Servive (Buh!), mit dessen Hilfe die Lebensenergie des Gegners für die folgende Runde geschwächt werden kann.

Leider gibt es diesmal keine Ending und Picture-Galerie wie bei Teil Eins… Schade.

Die musikalische Seite: die ist auch diesmal wieder vom Feinsten. Da wurden wieder tolle Streicher und wunderschöne Orchester im Stile der Bakumatsuzeit auf das Modul gepackt und sie untermalen perfekt das Geschehen. Auch soundtechnisch gibt es einiges zu hören, wie etwa die unterschiedlichen Effekte beim aufeinanderschlagen der Schwerter oder etwa das hölzerne ‚Tok!‘, wenn es sich um ein Holzschwert handelt.

Auf der CD befindet sich zusätzlich noch ein QUIZ-MODE in dem ihr Fragen zu LB 2 beantworten müsst. Dieser ist aber leider auch auf der US-CD in japanisch (so schlau!)

Fazit: Last Blade bleibt seinem Ruf als Edel-Beat-Em-Up treu und gehört auf jeden Fall in jede gute NeoGeo Sammlung. Die Spieltiefe ist zwar nicht ganz so enorm wie die von Samurai Shodown 4, aber es liegt dicht dahinter.

KGenjuro | Torsten