The King of the Monsters 2

King of the Monsters 2 - The Next Thing

キング・オブ・ザ・モンスターズ 2

  • SNK

  • 1992

  • Fighting Game

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 74 Megs

  • 1-2 Players

Wie zu jedem halbwegs erfolgreichen SNK-Spiel wurde auch zu KOTM ein Nachfolger produziert. SNK hat sich den ersten Teil nochmals genau angeschaut und einige Änderungen vorgenommen. Allerdings kann auch der zweite Monster-Prügler nicht wirklich überzeugen, obwohl sich einige tolle neue Features in dem Spiel befinden. Aber von vorn: von den ehemals sechs Monstern haben es nur noch zwei, Atomic Guy und Geon, plus einem neuen Riesen-Roboter in den ‚Ring der Mutierten‘ geschafft. Wie auch beim ersten Teil gilt es sich wieder mit anderen Monstern zu messen, wobei ihr diesmal nicht gegen das Character-Line-Up sondern zuerst einmal gegen allerlei Millitär in einem kurzen Scroll-Abschnitt bestehen müsst. Hierbei schicken euch die Stadtväter alles auf den Hals, was geht.

Habt ihr euch durch die Flugzeug und Panzer-Barrikaden gebolzt, werdet ihr von einem Level-Boss in Form eines Monsters herausgefordert. Hier ist auch schon der erste schwere Minuspunkt: die Boss-Fights sind viel zu schwer, als dass ihr mit eurer mickrigen Lebensanzahl, sowie dem dürftigen Energiebalken irgendetwas ausrichten könnt. Nach drei Würfen liegt ihr bereits auf der Matte und verliert ein Leben. Die Wrestle-PIN’s vom ersten Teil wurden abgeschafft, obwohl ich die eigentlich noch ganz witzig fand, also kein Auszählen mehr. Leider hat sich das Move-Repertoire auch nicht vergrössert, wodurch dieser Minuspunkt des Vorgängers unangetastet blieb. Lediglich unterschiedliche Supermoves (durch chargen der Tasten A+B) in Kombination mit unterschiedlichen Power-Leveln sind jetzt möglich.

Die träge Steuerung wurde etwas aufpoliert; KOTM2 spielt sich wesentlich flotter als der erste Teil, es nervt aber, dass ihr bei jedem Treffer durch die umherschwirrenden Feinde sofort zu Boden geht. Das stört den Spielfluss gewaltig. In Sachen Abwechslung hat man sich da schon etwas mehr Mühe gegeben. Immer wieder kann man erstaunt sein, was einem die unterschiedlichen Level bieten. Vom Treibsand in der Wüste, in der ihr durch einen Wirbelsturm zu einer Öl-Raffinerie transportiert werdet, über den Boss-Fight vor einem ausbrechenden Vulkan bis hin zum Abtauchen in die Unterwasserwelt wird einiges geboten. Auch Bonus-Levels bietet das Modul sehr viele, wobei ich den Ersten am besten finde: auf einem Felsen in einer Steinwüste müsst ihr durch schnelles Drücken der A-Taste versuchen den Gegner über den Rand zu schubsen. Mein persönlicher Höhepunkt des Games…

Leider kommen auch die Monster und das Ambiente nicht an den Thrash-Kult des Vorgängers heran, was nicht zuletzt an der Musik liegt, die nicht mal mehr halb so gut wie die von KOTM ist. Fans von thrashigen Godzilla-Movies (und ich glaube nur die…) kommen aber dennoch auf ihre Kosten. Fazit: KOTM 2 hat es geschafft, einige Schwächen des ersten Teils auszumerzen, ist aber immer noch sehr schwach. Teil Eins war keine gute Wrestling-Simulation und Teil Zwei ist kein guter Scroll-Prügler. Schade…

KGenjuro | Torsten