The King of Fighters 2001

ザ・キング・オブ・ファイターズ 2001

  • Eolith / SNK

  • 2001

  • Beat'em Up

  • NGH / AES | MVS

  • 681 Megs

  • 1-2 Players

Nachdem in KoF99 die Striker ein Klotz am Bein waren und in KoF2K völlig overpowered, präsentieren SNK und Eolith in diesem mittlerweile siebten KoF Teil die wohl beste Striker Lösung. Zudem dachten sie sich: „Was Capcom kann, können wir auch!“ und implementierten noch flink ein fragwürdiges Ratio System.

Doch der Reihe nach. Auf der Haben Seite präsentiert Eolith fünf neue Charaktere, welche ausser im Nachfolger wohl nie wieder zu sehen sein werden, da Eolith und nicht SNKP die Rechte an selbigen besitzt. Schade denn die überdrehte Angel welche sich völlig anders spielt als das was man bisher kannte und K9999 (K-four nine) ein dreister Klau von Tetsuo aus Akira der sogar denselben Sprecher wie im Anime hat zählen sicher zu den interessanteren Charakteren. Dazu gesellen sich noch Foxy und Mei Lee Jinju. Der Boss heisst diesmal Igniz und ist eine unfaire Sau. Also nichts neues.

Grafisch ist KoF2k1 definitiv der Tiefpunkt der Serie. Mal wieder Animationen von vorgestern (lediglich die Eolith’schen Neuzugänge sind gut animiert) und die absolut ekelhaftesten Backgrounds ever versuchen dem Spieler ein Loch ins Hirn zu brennen. Als 1996 Quake1 für den PC erschien wurden die Programmierer gefragt ob seit neuestem eine Steuer auf Farben erhoben wird, da das Spiel mit seinen (zugegeben vielfältigen) Brauntönen sehr gewöhnungsbedürftig aussah.

Wie es scheint haben die Jungs von der Farbsteuereintreibung auch bei Eolith zugeschlagen und die Stages präsentieren sich bis auf wenige Ausnahmen (Venedig und Korea) nicht nur farbarm sondern auch einfach nur hässlich. Nach den absolut brillanten Artworks aus KoF2k bekommt man jetzt auch einen neuen Zeichenstil präsentiert der, nun ja, gewöhnungsbedürftig ist. Einige haben trotz aller Deformationen der Figuren doch das gewisse etwas, während andere einfach nur abartig hässlich sind. Doch auch hier gibt es geteilte Meinungen.

Soundtechnisch muss Eolith wohl gerade ein paar inkompetente Praktikanten eingestellt haben, anders kann ich mir die neuen „Musik“ Tracks nicht erklären. Schauderhafte Samples und dröge Melodien ergeben eine Soundkulisse der anderen Art…der Art bei der man entweder wünscht man wäre taub oder bei der man den Ton abstellt. Die Sprachsamples sind auf gewohntem Niveau, können aber den Krach der sich da Soundtrack schimpft nicht mehr ausbügeln.
Mit dem erneut überarbeiteten Striker System hat sich auch beim Gameplay viel getan. Man kann immer noch vier Charaktere wählen, aber die Teamgrösse selbst gestalten. Der Rest der Kämpfer ist dann nur noch als Striker verfügbar. Also ein einzelner Kämpfer mit 3 Strikern ist kein Problem. Je nach Zahl der spielbaren Charaktere im Team ändert sich auch deren Stärke. Ratio System a la CvS. Die Striker selbst wurden etwas abgeschwächt und ziehen nun keine Bombs mehr am (wie in 2K) sondern verbrauchen jetzt Stocks von der MAX Leiste. Insgesamt ist es meiner Meinung nach das beste Strikersystem in der KoF Serie.

Die Combomöglichkeiten wurden ebenfalls stark überarbeitet. So gibt es sehr viele Super Cancels (kein Vergleich zu vorherigen KoFs) und Wire Moves, bei denen der Gegner an die Wand geschleudert wird und wieder zurückgeschleudert wird, sodass man mit gutem Timing ordentliche Air-Juggle-Combos hinlegen kann. Mit drei Strikern und ordentlich Stocks in der MAX Leiste kann man wirklich -sehr- kranke und abwechslungsreiche (nicht wie bei 2K) Combos abziehen.

Insgesamt gefällt mir KoF2K1 ziemlich gut. Das spielbarste Striker System der Serie und reichlich Combo Möglichkeiten machen wirklich Spaß. Das Ratio System ist leider nicht so gut gelungen wie in CvS und wirkt etwas unbalanced. Dazu kommt der wirklich schäbige Soundtrack, das peinliche Design sämtlicher Menüs und Screens, die farblosen Backgrounds und die -sehr- gewöhnungsbedürftigen Backgrounds. Da es sich aber insgesamt ziemlich rund spielt und es hauptsächlich im nicht-Gameplay Bereich Kritik gibt, reicht es fast für die Höchstwertung. Grafik- und Sound-Fetischisten sollten evtl. einen Stern von der Gesamtwertung abziehen.

Mystery