Garou – Mark of the Wolves

餓狼 MARK OF THE WOLVES

  • SNK

  • 1999

  • Beat'em Up

  • NGH / AES | MVS

  • 688 Megs

  • 1-2 Players

Was SNK bei Garou 4 in das 688 Megs grosse Modul gepackt hat, ist schlichtweg atemberaubend! Eine derart gigantische Animations- und Effekt-Vielfalt ist mir bislang bei keinem Beat-Em-Up untergekommen! Die Story ist 10 Jahre nach dem Tod von Geese Howard angesiedelt, wobei dessen Sohn Rock Howard von Terry Bogard aufgezogen wurde und im vorliegenden Spiel erstmals eine tragende Rolle im Plot spielt. Zusammen mit Terry nimmt er an dem diesjährigen King of Fighters Tunier teil, um das Geheimnis des Mannes hinter der Veranstaltung, Kain, zu lüften. Ausser Terry Bogard hat es keiner der Fatal Fury Charaktere ins Modul zurück geschaft. Kim Dong Whan und Kim Jae Hoon sind die Söhne Kim Kap Whans und zumindest Jae ist seinem Vater in die Fussstapfen getreten. Dong Whan ist eher der lockere Typ der gewaltige Blitz-Specials auf den Gegner loslässt. Mein persönlicher Favorit ist allerdings Marco (im US-Modul Butt…), ein Student Ryu Sakazakis (AoF). Der Kerl hat es in sich und steht seinem Meister in nichts nach… desweiteren gehen noch der Chinese Gato (sein Kampfstil erinnert an Li Xiang Fei), die Kung-Fu-Kämpferin Hokutomaru, das Piraten-Babe B.Jenet, der Ninja-Junge Hotaru (vom Shiranui-Clan), der Serien-Killer Freeman, ein Army-Typ namens Kevin, und der Catcher Griffon an den Start. Sie alle müssen sich gegen den mysteriösen Grant und seinen Herrn Kain durchsetzen (beide spielbar!).

Wie schon angesprochen, sind die Animationen in dem jüngsten Fatal Fury Spektakel extrem gut gelungen. Jeder noch so simple Move wurde mit einer genialen Detail-Verliebtheit aufs Modul gebannt. Sei es die Hand von Terry Bogard, die sich nach jeder Aktion in der Hocke kurz zu einer Faust ballt, Marcos Karate-Anzug, der im Sog des Feuerballs flattert, oder die Haare von Kim Dong Whan, die beim landen, locker nachwippen… einfach genial! Allerdings kann man die Grösse der Sprites etwas bemängeln. Die sind im Vergleich zu anderen SNK-Prüglern etwas klein. Die Hintergründe sind ein weiterer Pluspunkt des Games. Schön gezeichnet und mit einigen gerenderten Animationen versehen oder gespikt mit tollen Lichtspielen (eines über euch auf einer Brücke fahrenden Zuges zum Bespiel…) verfeinern sie das Spielgeschehen. Wie bei den Fatal Fury Teilen üblich, verändern sich diese auch von Runde zu Runde.

Zu den Neuerungen des Kampf-Systems zählt das T.O.P. System. Ihr könnt wählen, in welchem Drittel eurer Energie-Leiste sich euer T.O.P. einschalten soll. Ihr fangt dann an zu blinken und habt offensiv etwas mehr auf dem Kasten. Ausserdem könnt ihr nun den T.O.P. Move mit CD ausführen (jeder Recke hat seinen eigenen). Ansonsten hat sich noch die Block-Politik geändert. In der Luft kann nur noch mit Just-Defense geblockt werden (kurz vor dem Einschlag der gegnerischen Attacke blocken, nicht schon vorher halten!) und in einer Superpause (wahnsinnige Lichteffekte!) kann auch nicht mehr geblockt werden… habt ihr vorher nicht reagiert ist es danach zu spät und der Super-Move erwischt euch mit allem was er hergibt! Supermoves gibt es für jeden Charakter 4 bis 5, die jeweils mit einer oder zwei Powerleisten ausgeführt werden können. Neben einer Evade-Möglichkeit wie bei Fatal Fury 3 (unten und AB) gibt es auch einen Crouch und Stand-Guard-Crusher (ersteren kennen wir aus SS3-4). Ausserdem wird dauerblocken mit dem Zusammenbruch der Defense bestraft.

Erstmals dürft ihr in der Garou-Reihe auch mal vernünftige Abspänne mit tollen Bildern bewundern, die die Geschichte jedes Helden weiter erzählen. Witzig ist auch, dass jeder Kämpfer ein spezielles Symbol für gewonnene Runden hat (Terry einen Stern, Gato eine Faust…). Die Details sind eben Top in diesem Game! Garou – Mark of the Wolves ist in jeder Hinsicht ein super Spiel, das beweist dass 2-D Beat-em-Ups nicht tot sind!

KGenjuro | Torsten