Fatal Fury

Garou Densetsu: Shukumei no Tatakai

餓狼伝説

  • SNK

  • 1991

  • Beat'em Up

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 55 Megs

  • 1-2 Players

SNK’s Antwort auf Capcom’s Street Fighter war der erste Fatal Fury Teil (in der Pre-NeoGeo-Ära gab’s noch Smart-Street…), in Japan Garou Densetsu genannt. Hier stiegen zum ersten Mal Terry, Andi und Joe in den NeoGeo-Beat-Em-Up Ring um sich gegen Schergen Geese Howard’s und andere Rüpel, wie z.B. Michael Max im King of Fighters Turnier zu erwehren. Trotz des Alters dieses Spiels, bin ich doch immer wieder überrascht, mit wie vielen Features dieses Teil ausgestattet ist. Hier wäre zum einen die zwei Ebenen, zwischen denen man zu jeder Zeit während einer Runde wechseln kann. Jenes ist zwar etwas nervig, wenn man gegen die AI antritt, da die CPU laufend hin und her springt, es kann aber dennoch strategisch zum Vorteil im Kampf genutzt werden.

Lobenswert sind die Special-Moves der Gegner, die alle eine besondere Fähigkeit haben. Richard, z.B. kann im PaoPaoCafe an die Lichtanlage an der Decke springen um sich dort hangelnd gegen euch mit Tritten zu erwehren. Tung Fu Rue hingegen verwandelt sich nach einigen Treffern in ein Muskelbepacktes Kung-Fu Monster, das euch mit Wave-Shots und Wirbel-Attacken auf den Leib rückt. Auch das im neusten Garou-Teil so (verdient) hochgelobte ‚Just Defense‘ ist in diesen Teil vorhanden: drückt ihr im letzten Moment vor dem Aufprall einer Attacke den Stick nach hinten, weicht ihr der gegnerischen Attacke aus und habt einen kleinen Zeitvorteil um einen Counter-Schalg oder Tritt auszuführen. Auf dem Weg zu Geese Howard gibt es im Story-Mode auch noch eine Bonus-Runde, bei der ihr gegen einen Automaten im Armdrücken bestehen müsst.

Leider ist die Steuerung im allgemeinen nicht so optimal, was auch auf die lahme Spielgeschwindigkeit zurückzuführen ist. Auch die künstliche Intelligenz beweist sich durch stetiges ‚hellsehen‘ ab und an als enormer Frust-Faktor. Schade auch, dass nur Terry, Andi und Joe spielbar sind, gerade Richard oder Tung Fu Rue sind sehr gute Charaktere. Witzig: im Versus-Mode kann man ein Special-Match gegen einen CPU-gesteuerten Charakter wählen. Diesen dürft ihr dann zu zweit fertig machen! Danach wird im normalen Versus-Mode 1-on-1 weitergespielt. Fazit: heute kann der erste Fatal Fury Teil nur noch durch die zahlreichen guten Features bestechen, für eine längere Session spielt es sich aber zu lahm.

KGenjuro | Torsten