Fatal Fury 3 – Road to the Final Victory

Garou Densetsu 3 - Haruka-Naru Tatakai

餓狼伝説 3

  • SNK

  • 1995

  • Beat'em Up

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 266 Megs

  • 1-2 Players

Nach drei Fatal Fury Teilen, brach SNK mit dem klassischen Design der Serie und präsentierte die hungrigen Wölfe in einem neuen, überaus gelungenen Look. Leider haben es nur wenig Recken der alten Garou-Games in diesen Teil geschafft und der Verlust von Kim Kapwhan schmerzt schon etwas. Neben den Bogard Brüdern Andy und Terry, Joe Higashi, Mai Shiranui und Ex-Obermotz Geese Howard sind dafür aber eine ganze Menge Neueinsteiger in der Riege anzutreffen: Bob Wilson, Schüler von keinem geringeren als Richard aus dem ersten FF-Teil gibt sich die Ehre und lädt im Pao Pao Café 2 zu einer Abreibung durch südamerikanischem Martial Arts. Hon Fu, ein HongKong Cop, der Jacky Chan zum verwechseln ähnlich sieht, ist auf der Suche nach einem Kriminellen, den er in Southtown vermutet. Allerdings ist diesmal auch ein Southtown Polizist mit von der Partie (da gibt’s welche??): Blue Mary verschafft sich mit Hilfe von Countern und Knochenbrecher-Moves Respekt bei ihren Gegnern.

Eine etwas mysteriöse Erscheinung gibt Sokaku ab, der in seinem Wandermönchs Outfit auf den ersten Blick etwas deplaziert wirkt und der die ein oder andere heilige Rolle studiert hat und mit reichlich magischen Mächten im Bunde steht. Auf der Suche nach seinem Sohn ist der Hangar-Arbeiter Franco Bash, ein gewaltiger Brocken mit schnellen Fäusten und lauter Stimme. Auch in diesem Teil haben sich wieder FF-typisch gleich mehrere Endgegner um Geese Howard geschart, wobei letzterer auch nicht mehr die Oberhand hat. Als Zwischen- und Vorendgegner trefft ihr auf den hochgewachsenen Yamazaki, der mit einem Messer und mit einer Hand stets in der Tasche auf euch am Southtown Güterbahnhof wartet (geniale Stage!). Habt ihr ihn besiegt und euch bis dahin wacker geschlagen, bekommt ihr es mit den Jin Chon Brüdern zu tun.

Im Story-Mode stellen sich euch alle Gegner mit einem Satz vor und im späteren Verlauf des Spiels bekommt ihr die ein oder andere Zwischensequenz geboten. So trefft ihr, nachdem ihr Geese und seinen Geese Tower zerstört habt auf Cheng, der euch per aus den Flammen rettet und euch in Richtung Güterbahnhof befördert. Diese Einspieler lockern das Spiel auf und sind wirklich gut gelungen. Die Spielbarkeit ist dank einer überarbeiteten und weit verbesserten Engine extrem gut. Das erste Mal in der Serie wurden Chain-Combos eingeführt, sprich ihr könnt mit kurzen ‚Tasten plus Richtung‘ Kombinationen, im Durchschnitt zwischen drei und vier Hits gutmachen und diese mit Special Moves linken. Das Line-Switching System wurde etwas verändert, da ihr nun anstatt auf zwei, auf drei Ebenen (normal, Vorder- und Hintergrundebene) ausweichen könnt. Leider sind die Ebenen nur noch zum ausweichen da, auf euer komplettes Move Arsenal könnt ihr hier nicht zurückgreifen. Natürlich gibt es auch wieder Schläge, mit denen ihr euren Gegner in eine der anderen Lines schicken könnt. Mit bestimmten Schlägen könnt ihr euren Kontrahenten beim Finish-Blow in der finalen Runde sogar ins Wasser, von einem Container oder gegen eine Aquarium-Scheibe werfen.

Wie bereits angesprochen sind alle Sprites komplett neu gezeichnet worden und das hat sich gelohnt, denn der Comic-artige Zeichenstil passt fabelhaft zu den Charakteren. Das absolute Highlight in Fatal Fury 3 sind die schlichtweg phantastischen Hintergründe. Detailverliebtheit in solch hohem Masse findet man nicht oft und es macht einen tierischen Spass neue Finessen in den Kulissen zu entdecken (wie etwa Jubei, der ab und an im Aquarium in Mai’s Stage auftaucht oder bei Joe aus dem Fluss gehüpft kommt!). Trefft ihr im Spiel auf Hon Fu, findet euer Kampf auf einem Container des Southtown Hafens statt und ihr bekommt einen kostenlosen Rundflug bei dem ihr ganz Southtown überblicken könnt! Einfach genial!
Den Höhepunkt stellt aber Yamazakis Stage dar. Auf dem Güterbahnhof rauscht im Verlauf eurer Auseinandersetzung ein ellenlanger Zug durchs Bild und unter lautem scheppern und auf bebendem Boden kämpft ihr ohne Unterbrechung und ohne ein Anzeichen von Slowdowns weiter.

Als extrem happig entpuppt sich ab der Mitte des Spiels die künstliche Intelligenz. Hier könnt ihr euch auf einige Stunden vor dem Fernseher gefasst machen, bevor ihr das gesamte Game durchgespielt und auch den letzten Gegner gesehen habt. Abschliessendes Fazit: FF3 ist nach wie vor zusammen mit Fatal Fury Real Bout das Highlight der Serie. Die genialen Stages und die wirklich gute Story bietet auch heute noch massig Spielspass und kann ohne weiteres zu einer aktuellen Spielsammlung hinzugefügt werden.

KGenjuro | Torsten