Crossed Swords

クロススウォード

  • ADK

  • 1991

  • Hack'N Slash | Beat'em Up | RPG

  • NGH / AES |MVS | CD

  • 50 Megs

  • 1-2 Players

Crossed Swords ist ein Fantasy Hack’n Slay mit Pseudo- 3D-Perspektive, das von ADK treffend „Real Action RPG“ getauft wurde. Im Gegensatz zum ähnlichen Super Spy ist die Grafik bei CS aber für ihre Zeit (1991) exzellent, und das Spiel wirkt noch heute, zusammen mit der teilweise genialen Musik, extrem düster und abwechslungsreich. Beim ersten Anblick fällt allerdings zuerst die Perspektive auf, die – wie bereits erwähnt – die eigenen Spielfiguren von hinten zeigt. Sie sind transparent, und die zahlreichen unterschiedlichen Gegner und Monster greifen aus dem Hintergrund auf zwei Ebenen an (nur auf der vorderen können die Gegner direkt getroffen werden).

Das besondere (und auch anfangs sehr gewöhnungsbedürftige) Feature von Crossed Swords ist nun das Blocken der gegnerischen Angriffe mit dem eigenen Schild, was eminent wichtig zu meistern ist. Wie der krasse Ausbilder gleich zu Beginn der Reise erklärt wird (meistens) zuerst geblockt, und erst danach angegriffen. Wird dieser Tipp nicht beherzigt endet die Reise meist schneller am Galgen (Game Over Bild!), als dem/der SpielerIn lieb ist. Die gegnerischen Angriffe können entweder oben oder unten geblockt werden, und auch die diversen fiesen Monster greifen nur auf diesen beiden Höhen an. Anfangs erscheint es zwar als fast unmöglich, die gegnerischen Angriffe vorauszusehen, aber mit ein wenig Übung (und auch etwas Glück) können doch die meisten Attacken geblockt werden.

Neben den normalen Attacken mit der Waffe (Hieb, Stich und Spezial-Attacke) hat der eigene Ritter auch noch magische Fähigkeiten, deren Wirkung von der Waffe abhängt und je nach Typ unterschiedlich ist. Insgesamt erscheint die Steuerung zwar auf den ersten Blick komplex, trotzdem ist die Spielbarkeit sehr gut gelungen und die vielen Möglichkeiten machen einfach Spass. Rollenspieltypisch gibt es ein Experience-Point- und Level-Up-System, darüber hinaus können bei Händlern diverse Waffen oder Nahrung gekauft werden. Manchmal gibt es auch ein besseres Schild oder ein Schwert geschenkt, und ein paar NPCs haben auch mal den einen oder anderen Tipp parat.

Darüber hinaus ist es an einigen, wenigen Stellen im Spielverlauf möglich die Route zu wählen. Apropos Route, superlang ist CS zu allem Überfluss auch noch, bis Ihr vor dem finalen Bösewicht (Nausizz!!!) steht vergeht eine ganze Weile. Insgesamt finde ich Crossed Swords wegen der genannten Features ziemlich genial, was vor allem an dem stimmigen Gesamtkonzept und der super umgesetzten innovativen Idee liegt. Nicht zu vergessen natürlich die düstere Stimmung der teilweise genialen Hintergründe und die super passende Musik. Ich steh‘ drauf! (Es ist aber, wie viele der alten Neo Games, Geschmackssache.)

LFO