Buriki One

Buriki One von SNK ist nichts für Gewohnheitstiere. In dem 64-Bit Prügler ist SNK mal ganz andere Wege gegangen. Anstatt mit dem Stick, bewegt ihr euch bei BURIKI mit den Knöpfen A + B (!). Mit A weicht ihr zurück, mit B steuert ihr auf euren Kontrahenten zu. Beide gedrückt ergeben eine Blockhaltung. Die Schläge, und jetzt kommt´s, werden mit normalen Bewegungen oder Bewegungskombinationen des Sticks ausgeführt. Das ist zwar Verwirrung total, aber nur in den ersten Minuten. Hat man sich erst mal an die neue Steuerung gewöhnt, ist man schlichtweg begeistert wie diese Art der Steuerung die Dynamik des Kampfes unterstützt, da man nun den variablen Teil der Steuereinheit (den 8-Wege Stick) für den eigentlichen Teil eines Beat-em-ups, die Schläge, nutzen kann. Flotte Kick und Punch-Combos können so mit einfachen rechts, rechts oder links, rechts Kombinationen ausgeteilt werden. Da kommt wirklich Freude auf.

Das ganze ist als Turnier aufgezogen, an dem Kämpfer aus verschiedenen Teilen der Erde mit unterschiedlichen Kampfstilen teilnehmen. So könnt ihr euch zwischen russischen Wrestlern, französischen Judoka oder amerikanischen Boxern entscheiden. Aufgemotzt wird das Gerangel durch die Teilnahme Ryo Sakazakis an dem Turnier. Der SNK-Art of Fighting Star (auch bei King of Fighters und bei Fatal Fury Special als Gast dabei) vertritt den hauseigenen Karate-Stil und soll der Popularität des Automatens etwas auf die Sprünge helfen (bei mir hat´s gewirkt!).

Vom grafischen Aspekt wirkt das Teil etwas magerer als andere 3D-Arcade-Prügler wie z.B. Tekken. Mit Virtua Fighter 3 oder Soul Calibur-Grafik kann SNKs 64 Bit-Spross leider überhaupt nicht mithalten. Dafür stimmt das Turnier-Ambiente. Zuschauerjubel, Kamerablitze bei KO´s und der gleichen kommen einfach gut rüber. Sehr gut: bei Ring-Outs ist das Spiel nicht vorbei sondern beide Kämpfer gehen in ihre Ausgangsposition zurück. Bei Ablauf der Zeit entscheiden drei Punktrichter, wer den Sieg nach Hause trägt. Stimmungsvolle Turniertafeln zwischen den Kämpfen zeigen den aktuellen Stand des Tournaments an.

Kämpft man besonders gut (oder besonders schnell?) wird der eigentliche Finalgegner von einem Monster von Karatekämpfer platt gemacht, der euch danach zum Kampf herausfordert. Dieser Kampf ist dann wirklich alles andere als einfach… ausserdem sieht der Typ echt finster aus und sein Auftreten hinterlässt beim Spieler und beim virtuellen Publikum (absolutes Stilschweigen!) einen bleibenden Eindruck.

Fazit: da hat SNK echt mal in die Innovations-Kiste gegriffen. Eine Umsetzung für zu Hause, z.B. für das Dreamcast wäre eine feine Sache. Super!

– KGenjuro | Torsten