Breakers Revenge

ブレイカーズ・リベンジ

  • Visco

  • 1998

  • Beat'em Up

  • MVS

  • 242 Megs

  • 1-2 Players

Bei VISCO´s Breakers Revenge war ich zuerst gar nicht so begeistert, wirkten die ersten Bilder, nach dem relativ guten Vorspann, im eigentlichen Spiel doch etwas flau. Kein Wunder, war doch einer der ersten Kämpfer, die ich im Demo gesehen habe auch mit Abstand der grausamste des ganzen Spiels: Pielle… da weiss ich jetzt gar nicht, was ich dazu sagen soll… er sieht zwar nicht schlimmer aus als im ersten Teil (geht denn das???), macht jetzt aber noch doppelt so behämmerte Geräusche… er klingt ein wenig wie Chewbacca, obwohl sich G. Lucas wohl noch etwas bei dem Gejaule gedacht hat. Das mag zwar nebensächlich sein, lässt aber vermuten, dass die Programmierer nicht mit dem nötigen Ernst an die Sache herangegangen sind (zuviel Kaspereien enden bekanntlich in einem Desaster ala World Heroes Perfect…).

Nun ja, es war eben der erste Eindruck, doch bei genauerem hinsehen und andaddeln konnte ich dem Spiel wahrlich so etwas wie Spielspass entlocken! Die Combo-Engine wurde nochmal etwas lockerer gehalten, wodurch sich die Combo-Eigenschaften der Charaktere etwa auf das Level eines Real Bout (1) Kim Khapwan oder eines Last Blade Lee´s befinden. Freunde knackiger Chain-Combos kommen hier voll auf ihre Kosten. Nach einigen Minuten des spielens, fiel mir auch wieder ein was mich an dem Vorgänger so gereizt hat: die Special-FX! Die sind wahrhaftig nicht von schlechten Eltern und untermalen so ziemlich jede wichtige Aktion, wie z.B. Super-Move, Ko-Schlag mit Special-Move oder KO-Schlag durch Super-Move. Hier hat man etwas zu Capcom rübergeschielt, denn es ähnelt etwas dem berühmten Finish-Star in der Street Fighter Serie. Sieht aber echt besser aus! Auch die Power-Leiste für Level 1,2 und 3 Super-Moves erinnert stark an die Capcom Alpha-Reihe.

Zusätzlich hat man das Combo-Meter noch mit einer Anzeige ala Killer Instinct aufgepeppt (mit Argument wie „Cool!“ usw…). Einen neuen Recken packte VISCO auch noch aufs Modul: Ninja Saizo schlägt sich wacker mit einem Katana und haut auch schonmal mit den Haaren (!) zu. Allerdings kann auch er nicht, obwohl er gar nicht so schlecht aussieht, mit dem SNK-Character-Design-Standard mithalten. Alle anderen Darsteller sind, wie beim ersten Teil, nicht gerade eine Augenweide, aber sie tun ihr bestes, was Schläge und Specials angeht (ich war ganz hin und weg, als ich erkennen musste, dass Haupt-Akteur Sho keinen Ryu-Dragon-Punch hatte!! Der geht jetzt mit den Füssen und wird über eine Viertelkreis-Bewegung nach hinten ausgeführt… das muss Überwindung gekostet haben…).Die Backgrounds könnt ihr getrost vergessen.

Wer BR günstig bekommen kann, sollte auf jeden Fall über eine Anschaffung nachdenken. Allerdings nur, wenn die Ansprüche an Grafik und Kämpfer-Design nicht zu hoch sind.

KGenjuro | Torsten