Blue’s Journey

Raguy

ラギ

  • ADK

  • 1992

  • Jump'N Run

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 47 Megs

  • 1 Player

Blue’s Journey (Raguy) ist neben Spinmasters das einzige klassische Jump&Run für das NeoGeo und grafisch stark an die Super Mario Bros. Serie von Big N angelehnt. Die wirklich kunterbunte Grafik mit schönem Parallax-Scrolling sieht gut aus und ist sehr abwechslungsreich und bunt (dem Genre angepasst), ihr Alter ist ihr aber mittlerweile anzusehen. Auch die Anzahl der traditionell in verschiedene Areas aufgeteilten Levels geht völlig in Ordnung, schön ist auch das die Route durch das Spiel nach jeder Area (ausser am Ende) aus zwei Alternativen gewählt werden kann.

Die Sprites und Gegner sind allesamt sehr niedlich aufgemacht und sehr zahlreich, die späteren Endgegner bieten zudem noch einiges an Herausforderung. Die eigene Figur (Blue) ist zu Anfang nur mit einem Blatt bewaffnet, mit dem die Gegner lediglich „gelähmt“ werden können und sich nach einiger Zeit wieder bewegen. Um sie endgültig auszuschalten müssen sie aufgenommen und weggeworfen werden, wobei sie (auch nach oben oder unten) auf andere Gegner geschleudert werden können und diese eliminieren. Als andere Waffe kann eine Bombe oder ein „Bumerang“ (oder was das Teil sein soll) aufgenommen werden, welche die Gegner sofort auf den Weg aller Sprites schicken (natürlich kann auch klassisch auf die Gegner gesprungen werden).

Die alle Nase lang aufzunehmenden Blumen stellen ein Zahlungsmittel dar, mit ihnen können in Shops zusätzliche Items gekauft oder sie bei kleinen Minispielen eingesetzt werden. Diese Minispiele finden sich in den diversen „Pilz-Häusern“, in denen auch teilweise Informationen zum weiteren Spielverlauf zu bekommen oder kleine Rätsel zu absolvieren sind. Darüber hinaus gibt es, genretypisch, viele Bonusräume und kleine Geheimnisse zu entdecken (um in einige Bonusräume zu gelangen kann sich Blue auch verkleinern, er ist dann allerdings wehrlos), von denen das krasseste wohl Mr. NeoGeo ist (der steckt in Raguy, wer hätte das gedacht?!). Auch besticht das Spiel durch die erweiterten Möglichkeiten bei zwei SpielerInnen, da eine/r von beiden den/die andere/n auf dem Kopf tragen kann und so (durch einen Doppelsprung) für eine/n alleine nicht erreichbare Stellen im Level ausgeforscht werden können.

Insgesamt ist Blue’s Journey durch seine vielen Extras und Bonusgegenstände ein recht kurzweiliges und umfangreiches Jump&Run, das die Klasse des grossen Vorbilds aber nicht ganz erreicht. Trotzdem stecken einige witzige Ideen und Gags im Spiel, und als Abwechslung vom harten Prügeln und Ballern ist es immer mal wieder willkommen. (Wegen des grösseren Umfangs sogar einen Tick besser als Spinmasters.)

LFO