Blazing Star

ブレイジングスター

  • Yumekobo

  • 1998

  • Shoot'em Up

  • NGH / AES | MVS

  • 346 Megs

  • 1-2 Players

Seit ich auf der Pulstar CD die Ankündigung von Pulstar 2 gelesen hatte wartete ich auf dieses Spiel, und als dann die ersten Ankündigungen in den Anzeigen (als Pulstar 2 oder Pulstar Blast) erschienen kannte meine Freude schon kein halten mehr. Als dann Blazing Star 1998 endlich erschien war die erste Enttäuschung, dass es nicht mehr auf CD umgesetzt wurde. Die zweite waren die eher negativen Kritiken, die das Spiel im Vergleich zu Pulstar bekam. Und als ich dann Blazing Star endlich selbst einmal spielen konnte hatte ich genau den selben Eindruck: 08/15 Leveldesign und zu viele unfaire Stellen.

Auch grafisch wirkte Pulstar immer noch besser. Dieser erste Eindruck der Grafik stimmt zwar noch immer (trotz des tollen drei Ebenen Parallax-Scrollings), da die Hintergründe für NeoGeo Verhältnisse pastellfarbig blass wirken, aber ansonsten habe ich dieses Spiel zuerst gründlich missverstanden.
Da ist zum einen die wirklich coole Idee der sechs verschiedenen Raumschiffe, die alle ihre Stärken und Schwächen haben und wirklich total unterschiedlich sind. Bei dem Hell-Hound z.B. liegt die Betonung klar auf dem Charge-Schuss, Windina dagegen hat eine starke Standard-Bewaffnung und nur einen relativ schwachen Charge-Schuss. Das Power-Up-System von BS ist deshalb auch denkbar einfach, da nur einfache Power-Ups aufgenommen werden müssen (wirkt zu Beginn etwas billig) welche die Fähigkeit des Raumschiffs langsam ausbauen. Alle Schiffe werden natürlich von speziellen Charakteren geflogen, begeistert bin ich aber vor allem davon, dass auch Kaoru Yamazaki mit ihrem Dino 246 Fighter und sogar ihre in Pulstar noch vermisste Schwester Naomi in ihrem Dino 135 mit dabei sind (Wählt ihr Kaoru und den Dino 246 spielt sich Blazing Star fast wie Pulstar, ihr habt sogar die Unit!).
Neben dem Charge- und dem Standard-Schuss haben alle Raumschiffe in BS noch eine Art Bombe, wenn nach abfeuern des Charge-Schusses sofort B gedrückt wird. Damit wird aber die Charge-Unit überladen und muss eine Weile abkühlen. Trotz diese vielen tollen Features und der an einigen Stellen fantastischen Hintergrundgrafik (Level 2 oder 5) bleibt aber die Kritik am Level und Endgegnerdesign bestehen, denn an diversen Stellen ist ein Überleben selbst mit der Unit des Dino 246 Glückssache. Die Endgegner sind zudem alle ziemlich harte Gesellen, besonders der von Level 3 und der am Ende von Level fünf, der wirklich extrem gross ist und sich über mehrere Minuten wieder teilt und neu kombiniert (sehr cool!!).
Was mir am Design des Spiels auch sehr gefällt sind die andauernden Texteinblendungen, die das Spielgeschehen sehr dynamisch gestalten und das Bonus-Score System bei „Kombos“. Leider nervt aber die Stimme der Ansagerin auf Dauer, die permanent „Bonus“ oder „Power Up“ sagt (es gibt nämlich recht viele Bonus-Items). Für mich gehört Blazing Star wegen der beschriebenen Mängel nicht zu den absoluten Classics auf dem Neo, trotzdem macht es aber einen Riesenspass und ist ein tolles Shoot’em Up.

Ausserdem ist es wahrscheinlich für alle Leute, die mit dem wirklich krassen Schwierigkeitsgrad von View Point oder auch Pulstar Schwierigkeiten oder einfach keinen Bock auf 100%iges Auswendiglernen haben genau das Richtige. Wer das Modul zu einem akzeptablen Preis bekommen kann sollte zuschlagen, Shoot’em Up Fans eigentlich sowieso.

LFO