ASO Alpha Mission 2

ASO II - Last Guardian

ASOII ラストガーディアン

  • SNK

  • 1991

  • Shoot'em Up

  • NGH / AES | MVS | CD

  • 47 Megs

  • 1 Player

ASO (oder Alpha Mission) II ist der Nachfolger eines auch für NES erschienenen SNK Games und, nach Ghost Pilots, das zweite Shoot’em Up für das NeoGeo. Im direkten Vergleich zu GP (beide 1991) wirkt die Grafik der Hintergründe zuerst relativ detailarm, was aber durch deren besondere Stimmung mehr als wett gemacht wird. Spass macht das Spiel aber vor allem aufgrund seiner besonderen und originellen Extrawaffen, „Armors“ genannt.

Es existieren elf verschiedene Typen (reichen vom chargebaren (!) Laser über zielsuchende Geschütze bis zur nuklearen Bombe), von denen bis zu fünf gleichzeitig mitgeführt werden können und jeweils eine per Menü zum Gebrauch ausgewählt wird. Diese Spezial-Waffen werden entweder durch das Aufsammeln von drei im Level verstreut liegender Teile aufgenommen oder, nach Ende eines Levels, durch verdiente „Skill-Points“ gekauft. Sind sie einmal aktiviert halten sie nur eine per Energieleiste begrenzte Zeit, die aber mit Power-Ups verlängert werden kann. Darüber hinaus verstärken die „Armors“ aber nicht nur das eher bescheidene Standard-Waffensystem, sondern dienen ebenso als Schutz (woher wohl sonst der Name?) gegen gegnerische Projektile, was an bestimmten Stellen die einzige Möglichkeit ist zu überleben.

Ebenfalls eine kleine (aber leider keine besonders gute) Besonderheit ist die Trennung des Standard-Waffensystems in Anti-Boden- und Anti-Luft-Waffen, so dass die Standard-Laser nur gegnerische Sprites in der Luft und die Standard-Bomben nur Gegner am Boden vernichten können. Da es für beide getrennte Power-Ups gibt, die auch noch per Schuss zwischen Speed Up, Laser Up, Missile Up und Skill Points umgeschaltet werden, stellt sich das Aufpowern bei ASO II als ziemlich schwierig heraus (das Falsche zur falschen Zeit zu nehmen ist geradezu vorprogrammiert). Die Trennung wird leider auch bei den meisten „Armors“ aufrechterhalten, aber durch die dadurch nötige Wahl der richtigen „Armor“ zur richtigen Zeit kommt auch eine gehörige Prise Taktik ins Spiel. Die musikalische Untermalung ist kompositorisch sehr gut gelungen und überaus gut auf die Hintergrundgrafiken abgestimmt, die Qualität der Sounds spiegelt aber die damalige Zeit wieder (sie sind trotzdem um Klassen besser als die bei Ghost Pilots).

Die sechs Level stellen thematisch einen guten Querschnitt an Standard Shooter Motiven dar, durch permanentes (ausser Level fünf, hier gibt es dafür animiertes Wasser) 2-Ebenen Parallax-Scrolling wirken sie aber sehr „tief“ und sind exzellent gelungen (ab Level drei stimmt einfach alles: die tolle Grafik und die exakt dazu passende Musik sind einfach Klasse!). Die Endgegner sind auch fast schon originell und, für damalige Verhältnisse, sehr gut animiert. Sie wirken zwar teilweise unfair schwer, durch die richtige Wahl der „Armor“ sind sie aber meistens zu knacken. Leider wurde die im Abspann angedeutete Fortsetzung niemals produziert, Teil drei hätte ein echter Bringer werden können.

LFO